Was ist der Blutdruck eigentlich?
Was bedeutet Blutdruck überhaupt?
Blutdruck entsteht dadurch, dass das Herz Blut durch die Arterien in den Körper pumpt. Dabei drückt das Blut gegen die Gefäßwände. Dieser Druck wird mit zwei Werten angegeben.
Der systolische Wert ist der obere Wert. Er beschreibt den Druck in den Gefäßen während der Herzkontraktion.
Der diastolische Wert ist der untere Wert. Er beschreibt den Druck zwischen zwei Herzschlägen, wenn sich das Herz entspannt.
Ein Blutdruck von 120/80 mmHg bedeutet also, dass der systolische Wert 120 und der diastolische Wert 80 mmHg beträgt.
Ab wann spricht man von Bluthochdruck?
Für Erwachsene gilt in Deutschland bei einer Messung in der Arztpraxis grundsätzlich: Von Hypertonie spricht man bei wiederholt gemessenen Werten von 140/90 mmHg oder höher. Entscheidend ist nicht eine einzige Messung, sondern ein bestätigtes Muster über mehrere Messungen. Bei der Selbstmessung zu Hause liegt der entsprechende Grenzwert niedriger, bei etwa 135/85 mmHg.
Die Deutsche Hochdruckliga unterscheidet bei Praxismessungen unter anderem:
| Blutdruckkategorie | Systolisch | Diastolisch |
|---|---|---|
| Optimal | unter 120 | unter 80 |
| Normal | 120–129 | 80–84 |
| Hochnormal | 130–139 | 85–89 |
| Hypertonie | ab 140 | ab 90 |
Wenn nur einer der beiden Werte erhöht ist, kann ebenfalls Bluthochdruck vorliegen. Besonders im höheren Alter findet man häufiger eine isolierte systolische Hypertonie, bei der nur der obere Wert erhöht ist. Bluthochdruck gehört zu den häufigsten gesundheitlichen Problemen – und gleichzeitig zu den am meisten missverstandenen.
Ein einzelner hoher Wert bedeutet noch nicht automatisch Hypertonie. Blutdruck verändert sich im Laufe des Tages ständig und reagiert auf Bewegung, Schlaf, Stress, Ernährung, Flüssigkeitshaushalt und viele andere Einflüsse.

Spannend wird es dort, wo die Werte dauerhaft höher bleiben.
Dann stellt sich die eigentliche Frage:
Warum braucht der Körper überhaupt mehr Druck?
Liegt es an den Gefäßen? Am Nervensystem? An den Nieren? Am Stoffwechsel? Oder an mehreren Dingen gleichzeitig?
Genau hier wird Bluthochdruck interessanter als nur eine Zahl auf dem Messgerät.
Wer versteht, wie der Körper den Blutdruck reguliert, beginnt auch besser zu verstehen, warum Hypertonie oft über viele Jahre entsteht, ohne dass man etwas davon bemerkt.
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